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Bildschirm mit dem Leistungsbericht der Google Search Console über den Zeitraum des August-Updates
SEO15 Min. Lesezeit

Google Spam Update August 2026: Bestraft Google jetzt KI-Texte?

Was Google im August wirklich geändert hat, warum KI-Texte nicht das Problem sind und wie du deine Website in einer Stunde selbst prüfst.

AutorPhilipp Christian Dreis
Veröffentlicht

Stand der Daten: 31. August 2026. Nachmessung der zwölf Search-Console-Zugänge ist für Ende September 2026 zugesagt.

Wenn du heute bei Google nach dem Spam Update suchst, erklärt dir Googles eigene KI-Antwort, das Update vom August habe vor allem auf massenhaft erzeugte KI-Inhalte gezielt. In Googles offizieller Ankündigung steht davon kein Wort.

Die kurze Antwort: Nein, Google bestraft keine KI-Texte. Bestraft wird etwas anderes. Der Unterschied entscheidet darüber, ob du jetzt handeln musst oder ruhig weiterarbeiten kannst.

Du erfährst hier, was Google tatsächlich mitgeteilt hat, was wir in zwölf Kundenprojekten gemessen haben und wie du in einer Stunde selbst prüfst, ob deine Website betroffen ist.

💡 Du willst direkt prüfen statt lesen? Spring zur Prüfroutine. Sie dauert etwa eine Stunde und braucht nur deinen Search-Console-Zugang.


Googles eigene KI erzählt etwas, das Google nie gesagt hat

Am 31. August 2026 haben wir bei Google.de nach „google spam update" gesucht. Ganz oben stand eine Übersicht mit KI. Sie fasst das Update so zusammen:

Es ist das dritte globale Spam-Update des Jahres 2026 und zielt darauf ab, massenhaft erstellte, minderwertige Inhalte sowie automatisierte Manipulationen in den Suchergebnissen weiter zurückzudrängen.

Als Quelle steht daneben ein kleines Symbol: YouTube.

Screenshot einer Google-Übersicht mit KI zur Suchanfrage google spam update, mit YouTube als angegebener Quelle
Screenshot einer Google-Übersicht mit KI zur Suchanfrage „google spam update“, Google.de, 31. August 2026. Quellen-Badge: YouTube · Edward Sturm +3.

Unter „Wichtigste Fakten zum Update" behauptet dieselbe Übersicht außerdem einen Fokus auf Scaled Content Abuse, automatisierte KI-Massenware und programmatisches SEO. Auch davon steht in Googles Meldung kein Wort.

Am selben Tag haben wir dieselbe Suche noch einmal abgerufen, über eine andere Schnittstelle. Diesmal nannte die KI-Antwort einen anderen Fokus: minderwertige KI-Inhalte und den Missbrauch abgelaufener Domains. Immerhin mit dem Zusatz „laut ersten Berichten". Als Quellen führte sie zwei YouTube-Videos und einen Reddit-Beitrag mit dem Titel „Google Spam Update 2026 Will Shock Site Owners".

Gleicher Tag, gleiche Suchanfrage, zwei verschiedene Antworten darüber, was Google getan hat.

Was in Googles offizieller Meldung wirklich steht

Google dokumentiert jedes Ranking-Update im Search Status Dashboard. Der vollständige Eintrag zum August-Update besteht aus zwei Sätzen:

Released the August 2026 spam update, which applies globally and to all languages. The rollout may take a few days to complete.

The rollout was complete as of August 21, 2026.

Das war alles. Kein Ziel, keine Zielgruppe, kein Wort über KI.

Aussage Übersicht mit KI Googles Meldung
Zeitraum 18. bis 21. August 2026 ja ja
Weltweit, alle Sprachen ja ja
Drittes Spam-Update des Jahres ja belegbar über das Statusarchiv
Fokus auf minderwertige Masseninhalte ja nein
Fokus auf KI-Massenware ja nein
Fokus auf programmatisches SEO ja nein
Missbrauch abgelaufener Domains ja nein

Quelle: Google Search Status Dashboard und Google.de, abgerufen am 31. August 2026

Die Eckdaten stimmen. Nur alles, was den Zweck des Updates beschreibt, steht in keiner Google-Ankündigung.

Woher der Fokus auf KI dann kommt

Das ist kein Fehler von Google und kein Skandal. Die Übersicht mit KI macht genau das, wofür sie gebaut wurde: Sie fasst zusammen, was im Netz zu einem Thema steht.

Das Problem liegt darin, was im Netz steht. Seit dem 18. August erklären Videos, Newsletter und Beiträge, das Update habe KI-Inhalte getroffen. Niemand kann das belegen. Aber es wird oft genug wiederholt, dass es inzwischen wie eine Tatsache klingt. Auch für eine KI, die das Netz zusammenfasst.

Genau deshalb lohnt es sich gerade jetzt, eine Aussage bis zur Primärquelle zurückzuverfolgen.


Was am 18. August wirklich passiert ist

Die belegbaren Fakten passen in eine Tabelle.

Punkt Bestätigte Information
Name August 2026 spam update
Start 18. August 2026
Abschluss 21. August 2026
Dauer 2 Tage, 16 Stunden
Geltung weltweit, alle Sprachen
Kategorie Ranking
Genanntes Ziel keines

Quelle: Google Search Status Dashboard, August 2026 spam update

Spam-Updates sind Routine. Google verbessert regelmäßig seine automatischen Systeme zur Spamerkennung. Das August-Update war bereits das dritte des Jahres.

Update Zeitraum Dauer
März 2026 Spam-Update 24. bis 25. März rund 20 Stunden
März 2026 Core-Update 27. März bis 8. April rund 12 Tage
Mai 2026 Core-Update 21. Mai bis 2. Juni rund 12 Tage
Juni 2026 Spam-Update 24. bis 26. Juni rund 2 Tage
August 2026 Spam-Update 18. bis 21. August 2 Tage, 16 Stunden

Quelle: Google Search Status Dashboard, Stand 31. August 2026

Zum Vergleich: Das August-Update des Vorjahres lief fast vier Wochen. Das diesjährige war eines der kürzesten.

Warum du diesmal leichter findest, woran es lag

Ein Detail aus der Tabelle hilft dir bei der Ursachensuche. Im August lief kein Core-Update parallel. Das letzte endete am 2. Juni.

Das ist ungewöhnlich. In früheren Jahren überlappten sich Core- und Spam-Updates regelmäßig, und niemand konnte sagen, welches den Ausschlag gab. Wenn deine Zahlen also zwischen dem 18. und 21. August gekippt sind, fällt eine große Erklärung schon mal weg.

Der Unterschied zwischen beiden ist übrigens wichtig. Ein Core-Update bewertet neu, wie hilfreich Inhalte insgesamt sind. Ein Spam-Update setzt bestehende Regeln durch. Google führt mit einem Spam-Update keine neuen Richtlinien ein.


Google straft nicht KI ab, sondern Inhalte ohne echten Nutzen

Wenn Google nichts über KI gesagt hat, was gilt dann? Die Antwort steht in den Spamrichtlinien, und sie ist älter als dieses Update.

Beim Missbrauch mit massenhaft generierten Inhalten werden viele Seiten in erster Linie erstellt, um das Suchranking zu manipulieren, aber nicht, um Nutzern zu helfen. Bei dieser missbräuchlichen Vorgehensweise geht es in der Regel um die Erstellung großer Mengen von Nicht-Originalinhalten, die für Nutzer unabhängig von der Art der Erstellung wenig oder gar keinen Mehrwert bieten.

Google Search Central, Spamrichtlinien für die Google Websuche

Der Halbsatz „unabhängig von der Art der Erstellung" trägt diesen ganzen Beitrag.

Google fragt nicht, ob ein Mensch oder eine Maschine den Text geschrieben hat. Google fragt: Wurden hier viele Seiten gebaut, um Rankings zu bewegen, statt jemandem zu helfen? Ein schlechter Text ist ein schlechter Text, egal wer ihn getippt hat. Und ein Text mit echtem Wert bleibt wertvoll, auch wenn eine KI beim ersten Entwurf geholfen hat.

Seit einer Klarstellung der Richtlinie gilt das ausdrücklich auch für KI-Antworten. Google zählt zu Spam auch den Versuch, „generative KI-Antworten in der Google Suche zu manipulieren".

Was Google unter massenhaft generierten Inhalten versteht

Die Richtlinie nennt konkrete Beispiele. In Alltagssprache übersetzt:

  • Du lässt viele Seiten von einer KI schreiben, ohne dass sie Lesern etwas bringen.
  • Du ziehst dir fremde Inhalte oder Feeds automatisch und baust daraus Seiten.
  • Du veröffentlichst bestehende Texte neu, nur mit anderen Wörtern oder in anderer Sprache.
  • Du stellst Inhalte von anderen Websites zusammen, ohne eigene Einordnung.
  • Du baust mehrere Websites, damit niemand merkt, wie viel da produziert wird.
  • Du erstellst viele Seiten voller Suchbegriffe, die für einen Leser kaum Sinn ergeben.

Und Google wird deutlich, was dann zu tun ist: Wer solche Inhalte hostet, soll sie aus der Suche ausschließen.


Sinnvoller KI-Einsatz und KI-Spam: woran du den Unterschied erkennst

Google erlaubt KI ausdrücklich. In der eigenen Dokumentation steht, generative KI könne besonders nützlich sein, wenn du ein Thema recherchierst oder eigenen Inhalten Struktur gibst. Das steht wörtlich im Leitfaden zur Verwendung von generativer KI.

Die Grenze verläuft nicht beim Werkzeug. Sie verläuft beim Zweck.

Das ist in Ordnung Das wird riskant
KI hilft bei Recherche, Gliederung und erstem Entwurf KI erzeugt hunderte fast gleiche Landingpages
Ein Fachmensch prüft Fakten und schreibt substanziell um Texte gehen ungeprüft online
Die Seite beantwortet eine echte Frage deiner Kunden Die Seite existiert für eine Keyword-Variante
Eigene Beispiele, Zahlen, Fotos und Fälle kommen dazu Der Text wiederholt frei verfügbares Wissen
Autor, Verantwortung und Datum sind erkennbar Niemand steht mit Namen dahinter
Eine Seite löst eine Aufgabe vollständig Viele Seiten unterscheiden sich nur im Ortsnamen

Google beschreibt denselben Unterschied mit einem eigenen Beispiel. Ein Ratgeber mit dem Titel „7 Tipps für Erstkäufer von Immobilien" besteht aus Allgemeinwissen und könnte von jedem stammen. Ein Beitrag mit dem Titel „Warum wir auf die Inspektion verzichtet und Geld gespart haben: Ein Blick in die Abwasserleitung" enthält eine Erfahrung, die es sonst nirgends gibt. Google nennt das alltägliche gegen nicht alltägliche Inhalte.

Übersetzt auf dein Unternehmen: Der zweite Beitrag ist der, den nur du schreiben kannst.

Der Handwerksbetrieb mit 250 Stadtseiten

Ein Beispiel, das viele KMU kennen.

Vorher: Ein Dachdeckerbetrieb veröffentlicht 250 Seiten nach demselben Muster. „Dachdecker in Duisburg", „Dachdecker in Oberhausen", „Dachdecker in Mülheim". Jede Seite hat einen leicht umformulierten KI-Text. Keine Projekte, keine Fotos, keine Ansprechpartner, keine Referenzen. Der einzige Unterschied zwischen den Seiten ist der Ortsname.

Das kann als Doorway und als Missbrauch mit massenhaft generierten Inhalten eingeordnet werden. Nicht weil KI im Spiel war. Sondern weil 250 Seiten entstanden, um 250 Suchanfragen zu besetzen.

Nachher: Derselbe Betrieb behält acht Standortseiten für sein echtes Einzugsgebiet. Jede zeigt zwei abgeschlossene Projekte mit Fotos, den zuständigen Kollegen mit Namen, die Anfahrtszeit und zwei Kundenstimmen aus dem Ort.

Acht Seiten, die etwas erzählen, schlagen 250, die sich nur im Ortsnamen unterscheiden.


Die Falle, die dir gerade als GEO-Tipp verkauft wird

Seit AI Overviews und der KI-Modus in der Suche stehen, kursiert ein Ratschlag. Er geht so: Google zerlegt komplexe Fragen in Teilfragen. Also baust du für jede Teilfrage eine eigene Seite.

Der erste Teil stimmt. Google nennt das parallele Anfrageverarbeitung, im Englischen Query Fan-out. Aus der Frage „Wie kann ich einen Rasen mit viel Unkraut reparieren?" werden im Hintergrund mehrere Suchen: beste Herbizide für Rasen, Unkraut ohne Chemikalien entfernen, Unkraut auf dem Rasen verhindern.

Der zweite Teil ist gefährlich. Google warnt namentlich davor:

Es mag verlockend sein, separate Inhalte für jede mögliche Variante der Suche zu erstellen. […] Wenn du dies jedoch hauptsächlich tust, um Rankings oder generative KI-Antworten in der Google Suche zu manipulieren, verstößt das gegen die Spamrichtlinie von Google zu Missbrauch von in großem Umfang generierten Inhalten. Es ist auch keine effektive langfristige Strategie, da eine große Anzahl von Seiten eine Website nicht hochwertiger oder relevanter für Nutzer macht.

Google Search Central, Website für generative KI-Funktionen in der Google Suche optimieren

Ein Tipp, der als moderne KI-Optimierung verkauft wird, führt dich also direkt in die Richtlinie, um die es in diesem Beitrag geht.

Und noch etwas sagt Google in derselben Quelle deutlich:

Aus Sicht der Google Suche ist die Optimierung für die Suche mit generativer KI eine Optimierung für die Suche insgesamt und damit weiterhin SEO.

Wir bieten Generative Engine Optimization als Leistung an, deshalb sagen wir das offen: Die Arbeit dahinter ist echt. Das Etikett ist Marketing. Wer dir ein Sonderprodukt mit Geheimtricks verkauft, verkauft dir etwas, das Google selbst für überflüssig erklärt.


Was das für AI Overviews bedeutet: weniger, als du denkst

Diese Frage lässt sich kurz beantworten. Für eine Verlinkung in AI Overviews oder im KI-Modus gibt es laut Google keine zusätzlichen Anforderungen und keine besonderen Optimierungen.

Eine Seite muss indexiert sein und für ein normales Suchergebnis mit Snippet infrage kommen. Das war es.

Das brauchst du nicht Darauf kommt es an
Eine llms.txt oder andere KI-Dateien Deine Seite ist crawlbar und indexiert
Spezielles Schema-Markup für KI-Antworten Strukturierte Daten passen zum sichtbaren Text
Texte künstlich in Mikroabschnitte zerhacken Der Text ist gut gegliedert und lesbar
Inhalte extra für Maschinen umschreiben Wichtige Inhalte stehen als echter Text auf der Seite
Eine eigene Seite für jede Teilfrage Eine Seite beantwortet ihr Thema vollständig

Quelle: Google Search Central, KI-Funktionen und deine Website, Stand Dezember 2025

Was hinter der llms.txt steckt, erklären wir in einem eigenen Beitrag. Und wenn du tiefer einsteigen willst, wie du in KI-Antworten sichtbar wirst, findest du dort die Strategie dazu.


Was wir in zwölf Kundenprojekten gemessen haben

So weit die Theorie. Jetzt die Zahlen.

Wir haben alle zwölf Search-Console-Zugänge ausgewertet, die wir betreuen. Verglichen haben wir die zwölf Tage vor dem Rollout mit den zwölf Tagen ab dem 18. August.

Branche und Markt Δ Klicks Δ Impressionen
Bildungsdienstleistung DE +14,3 % +15,7 %
Veranstaltungsplattform DE +11,5 % −7,5 %
Garten und Außenanlagen DE −5,8 % +5,5 %
Technologiedienstleister CH +33,3 % +30,0 %
Bauhandwerk DE +11,3 % +7,3 %
Bildungsdienstleistung NL +36,1 % +23,4 %
Bildungsdienstleistung CH +10,5 % +29,9 %
Malerhandwerk CH +64,3 % +31,2 %
Gesundheit und Wohnen DE −26,8 % +3,7 %
Beratung DE +40,0 % ±0 %
Genussdienstleistung DE +13,0 %
Software SaaS DE +366,7 %

Quelle: Google Search Console, eigene Auswertung von zwölf betreuten Properties. Verglichen wurden der 6. bis 17. August und der 18. bis 29. August 2026, je zwölf Tage. Zwei Websites hatten in beiden Zeiträumen null oder einen Klick, dort ist keine Prozentangabe sinnvoll.

In der Summe: Klicks plus 11,1 Prozent, Impressionen plus 7,6 Prozent. Bei elf der zwölf Websites blieben die Klicks im Rahmen oder stiegen, also innerhalb von zehn Prozent nach unten oder besser. Bei den Impressionen verlor keine einzige mehr als zehn Prozent.

Bleibt der eine Ausreißer. Eine Website verlor 26,8 Prozent ihrer Klicks.

Bei genauerem Hinsehen passt das Muster aber nicht zu einer Herabstufung. Die Impressionen stiegen leicht, die Durchschnittsposition fiel nur um gut einen Platz. Und es geht um elf Klicks Differenz in zwölf Tagen. Unsere Einschätzung: Schwankung bei kleiner Basis. Für mehr müssten wir auf Seitenebene nachsehen.

Balkendiagramm der Klickveränderung von zwölf betreuten Websites nach dem August-2026-Spam-Update, elf mit Zuwachs, eine mit Rückgang
Klickveränderung von zwölf betreuten Websites nach dem August-2026-Spam-Update. Acht Balken nach rechts, zwei nach links, zwei ohne belastbare Klickbasis. Der markante Rückgang betrifft eine Website mit kleiner Basis.

Warum dieser Befund nichts beweist und trotzdem etwas zeigt

Ehrlichkeit gehört dazu, sonst wird aus einer Beobachtung eine Behauptung.

Zwölf Websites sind keine repräsentative Stichprobe. Die Aussage gilt für unser Portfolio, nicht für den deutschsprachigen Raum.

Zwölf Tage sind kurz. Spam-Updates regeln sich über Wochen ein. Wir messen Ende September erneut nach.

Der Zuwachs ist nicht dem Update zuzuschreiben. Ende August enden in mehreren Bundesländern die Ferien. Bei einigen dieser Branchen ist das die naheliegendere Erklärung.

Und der wichtigste Punkt: Keine dieser Websites veröffentlicht KI-Massenware. Genau deshalb war der Befund zu erwarten. Er beweist nicht, dass das Update wirkungslos war. Er zeigt, dass es an dieser Art von Website vorbeigegangen ist.

Womit wir bei der eigentlichen Frage sind: Gehört deine Website zu dieser Art?


In einer Stunde prüfen, ob deine Website betroffen ist

Du brauchst nur deinen Search-Console-Zugang. Arbeite die Punkte der Reihe nach ab.

  • Leistungsbericht öffnen und die 28 Tage vor dem 18. August mit den 28 Tagen danach vergleichen.
  • Vier Werte ansehen, nicht nur einen: Klicks, Impressionen, CTR und durchschnittliche Position.
  • Nach Seiten filtern. Betrifft der Rückgang die ganze Domain oder einzelne Verzeichnisse?
  • Nach Suchanfragen filtern. Verlierst du bei bestimmten Themen oder überall?
  • Die fünf Alternativursachen unten durchgehen und ausschließen.
  • Erst wenn alle fünf ausgeschlossen sind: die Inhalte gegen die Kriterien im nächsten Abschnitt prüfen.
  • Jede Änderung mit Datum notieren, damit du in acht Wochen weißt, was gewirkt hat.

Die fünf Ursachen, die du zuerst ausschließt

Ein Rückgang rund um den 18. August ist ein Anlass für eine Analyse. Er ist kein Beweis für eine Strafe. Google nennt in seinem Leitfaden zu Traffic-Rückgängen selbst mehrere Ursachen, die nichts mit Spam zu tun haben.

  1. Technik und Umzüge. Gab es eine Migration, geänderte Canonicals, ein versehentliches noindex, neue Regeln in der robots.txt oder Probleme beim Rendern? Nach einem URL-Wechsel dauert es bei mittelgroßen Websites einige Wochen, bis Google alles neu erfasst hat.
  2. Sicherheit. Hat Google Malware oder Phishing auf deiner Website gefunden? Dann warnt Google deine Besucher, bevor sie ankommen. Der Bericht „Sicherheitsprobleme" in der Search Console zeigt dir das.
  3. Saisonalität. Wie sahen dieselben Wochen im Vorjahr aus? Stell den Zeitraum in der Search Console auf 16 Monate, dann siehst du wiederkehrende Muster sofort.
  4. Darstellung in den Suchergebnissen. Bleiben die Impressionen gleich und nur die Klicks fallen, liegt es selten am Ranking. Dann haben sich meist Titel und Snippet überholt, oder es sind neue Elemente dazugekommen: ein Local Pack, Shopping-Anzeigen, eine KI-Übersicht.
  5. Deine eigenen Veröffentlichungen. Ist in den Wochen davor auffällig viel Content in kurzer Zeit online gegangen?

Ein Rat aus derselben Google-Quelle, den wir gern weitergeben: Bei kleinen Positionsschwankungen rät Google ausdrücklich davon ab, radikale Änderungen vorzunehmen, wenn die Seite sonst gut läuft. Positionen schwanken von Natur aus. Manche kommen von allein zurück.

Was die neuen Search-Console-Berichte zeigen und was nicht

Seit Juni 2026 gibt es in der Search Console eigene Leistungsberichte für generative KI-Funktionen. Zwei Einschränkungen solltest du kennen, bevor du sie suchst.

Erstens: Google rollt sie nur für eine Teilmenge der Websites aus. Wenn du sie nicht siehst, ist deine Website nicht defekt.

Zweitens, und das lesen wir oft falsch dargestellt: Die Berichte zeigen Impressionen, Seiten, Länder, Geräte und Zeiträume. Klicks zeigen sie nicht. Wer seine Sichtbarkeit in KI-Antworten messen will, misst also, wie oft er auftaucht, nicht wie oft jemand klickt.

Die normalen Zahlen im Leistungsbericht enthalten AI Overviews und den KI-Modus übrigens schon lange, nur eben nicht getrennt ausgewiesen.

📋 Willst du systematisch vorgehen? Unsere SEO-Checkliste für KMU führt dich durch die Prüfung.


Behalten, überarbeiten, zusammenlegen oder löschen

Angenommen, du hast schwache Seiten gefunden. Jetzt entscheidest du für jede einzeln. Neun Fragen reichen dafür.

Prüffeld Deine Frage
Suchintention Beantwortet die Seite eine echte Frage?
Originalität Steht darin etwas, das nicht überall steht?
Fachliche Prüfung Hat jemand die Fakten und Zahlen geprüft?
Autorenschaft Ist erkennbar, wer verantwortlich ist?
Aktualität Sind zeitkritische Aussagen datiert und gepflegt?
Redundanz Braucht es diese Seite wirklich?
Interne Einbettung Ist sie sinnvoll verlinkt?
Nutzen für die Entscheidung Hilft sie jemandem, sich zu entscheiden?
Technik Ist sie crawlbar, indexierbar und snippetfähig?

Daraus ergibt sich eine von vier Entscheidungen.

Entscheidung Wann Was du tust
Behalten Die Seite hat eigenen Wert nichts
Überarbeiten Thema stimmt, Inhalt ist dünn Erfahrung, Daten, Beispiele ergänzen
Konsolidieren Mehrere schwache Seiten zum selben Thema zu einer guten Seite zusammenführen, Rest weiterleiten
Entfernen Kein Wert, starke Doppelung, Massenware auf noindex setzen oder löschen

Beim Überarbeiten reicht es nicht, Absätze umzuformulieren oder Keywords nachzulegen. Es muss ein spürbarer Unterschied entstehen. Was dabei am meisten bringt:

  • Eigene Projektbeispiele und anonymisierte Kundenfälle.
  • Zahlen aus deinen eigenen Auswertungen, wie in diesem Beitrag.
  • Eigene Fotos, Screenshots, Checklisten und Vorlagen.
  • Klare Aussagen zu Kosten, Voraussetzungen und typischen Fehlern.
  • Ein Name und ein Datum, die zeigen, wer dafür geradesteht.

Kurz gesagt: alles, was ein Sprachmodell nicht aus dem Netz zusammensetzen kann, weil nur du es weißt.

Wenn du daraus einen Fahrplan machen willst, findest du in unserem Beitrag zur Frage, ob SEO noch lebt, einen 30/60/90-Tage-Plan für genau diese Umstellung.


Wie lange es dauert, bis sich etwas bewegt

Diese Frage kommt immer, und die ehrliche Antwort gefällt niemandem. Google selbst schreibt:

Wenn unsere automatisierten Systeme im Laufe der Monate feststellen, dass die Website unseren Spam-Richtlinien entspricht, kann dies das Ranking positiv beeinflussen.

Google Search Central, Spam-Updates für die Google Suche und deine Website

Im Laufe der Monate. Nicht in zwei Wochen.

Das ist keine schlechte Nachricht, sondern eine nützliche. Sie nimmt dir den Druck, in den nächsten Tagen etwas Hektisches zu tun. Und sie schützt dich vor jedem Angebot, das dir eine schnelle Erholung verspricht.

💡 Unsicher, ob dein Content betroffen ist? In 30 Minuten sehen wir uns deine Zahlen gemeinsam an und sagen dir ehrlich, ob Handlungsbedarf besteht. Termin vereinbaren


Fazit: Prüf die Quelle, nicht die Panik

Das Google Spam Update im August hat keine neue Regel eingeführt und keine KI-Texte bestraft. Durchgesetzt wurde eine Richtlinie, die es längst gibt: Viele Seiten ohne Wert für Leser sind ein Problem, egal wer sie geschrieben hat.

Was du mitnimmst:

  • Die Produktionsmethode ist Google egal. Zweck, Umfang und Nutzen entscheiden.
  • Für AI Overviews brauchst du keine Sonderdisziplin. Indexiert und snippetfähig zu sein, reicht als Voraussetzung.
  • Ein Rückgang im August ist ein Anlass zum Nachsehen, kein Beweis für eine Strafe.
  • Wenn du überarbeitest, dann so, dass ein Sprachmodell dein Ergebnis nicht nachbauen kann.
  • Erwarte keine schnelle Wirkung. Google spricht von Monaten, nicht von Wochen.

Ob deine Website betroffen ist, kann dir niemand von außen sagen. Das steht in deinen Zahlen.

Und der Anfang? Die KI-Antwort, die dir erklärt hat, worauf dieses Update abzielte, stützte sich auf ein YouTube-Video. Das ist kein Skandal. Es ist eine Arbeitsanweisung: Wenn eine Aussage wichtig genug ist, um danach zu handeln, ist sie wichtig genug, um ihre Quelle zu prüfen.

Dein nächster Schritt: Nimm dir eine Stunde und geh die Prüfroutine weiter oben durch. Danach weißt du mehr über deine Website als jeder Branchenbeitrag zum Update.

→ Lieber gemeinsam draufschauen? Termin vereinbaren → Tiefer einsteigen, wie du in KI-Antworten sichtbar wirst


Häufig gestellte Fragen zum Thema

Erkennt Google überhaupt, ob ein Text von einer KI stammt?

Google sagt dazu nichts, und das ist die eigentliche Antwort. In den Spamrichtlinien steht, dass es auf den Mehrwert ankommt, unabhängig von der Art der Erstellung. Ob eine Erkennung technisch möglich wäre, spielt für deine Entscheidung also keine Rolle. Prüf lieber, ob deine Seite jemandem hilft, statt zu raten, ob eine Maschine sie als Maschinentext einstuft.

Muss ich KI-Texte kennzeichnen?

Für die normale Websuche gibt es keine Pflicht. Google empfiehlt aber, Lesern Kontext zu geben, wenn Inhalte automatisiert entstanden sind. Anders sieht es im Google Merchant Center aus: Dort müssen KI-generierte Produktdaten als solche gekennzeichnet und KI-Bilder mit entsprechenden Metadaten versehen werden. Wenn du einen Shop betreibst, gelten für dich also konkrete Regeln.

Woran erkenne ich, ob es eine manuelle Maßnahme war?

Das siehst du in der Search Console unter „Sicherheit und manuelle Maßnahmen". Steht dort nichts, hat kein Mensch bei Google deine Website bewertet. Bei einer manuellen Maßnahme informiert Google dich zusätzlich per E-Mail, sofern du die Benachrichtigung aktiviert hast. Ein Spam-Update wirkt dagegen automatisch und taucht in diesem Bericht nie auf.

Ab wie vielen Seiten wird es kritisch?

Es gibt keine Zahl, und wer dir eine nennt, hat sie erfunden. Google bewertet Zweck, Umfang und Nutzen zusammen, nicht die Seitenanzahl. Acht Standortseiten mit echten Projekten und Ansprechpartnern sind unproblematisch. Acht Seiten, die sich nur im Ortsnamen unterscheiden, sind es nicht. Die Frage ist nicht „wie viele", sondern „wozu".

Betrifft mich das Update auch bei Google Ads?

Nein. Spam-Updates verändern das Ranking in den organischen Suchergebnissen. Deine Anzeigen laufen über ein getrenntes System mit eigenen Richtlinien und werden davon nicht berührt. Wenn deine Anzeigenleistung im selben Zeitraum nachgelassen hat, liegt das an etwas anderem, etwa an Wettbewerb, Budget oder Saisonalität.

In 30 Minuten wissen Sie, wo Ihr größtes Potenzial liegt.

Kostenloses Erstgespräch. Kein Verkaufsgespräch, sondern eine ehrliche Einschätzung. Sie erfahren, welche Maßnahmen für Ihr Unternehmen Sinn ergeben und was realistisch möglich ist. Ohne Versprechen, die nicht gehalten werden.